Baden

Anbaugebiete 

Weine mit geschützter Herkunft

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört u.a., dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein. Was die Besonderheiten der Weine einer bestimmten Region sind, ist nachfolgend für jede Region kurz beschrieben. Die ausführlichen „Produktspezifikationen“ finden Sie hier

Wer also sicher sein möchte, einen deutschen Wein mit geschützter Herkunftsangabe zu erwerben, achtet beim Einkauf darauf, dass die Region auf der Flasche steht. Dies ersetzt gemeinsam mit der Angabe Qualitätswein oder einer anderen Prädikatsstufe die Bezeichnung „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)“ oder das entsprechende EU-Siegel auf dem Etikett. 


Baden

Als einziges deutsches Anbaugebiet zählt Baden wegen seines warmen Klimas zur Weinbauzone B; der Kaiserstuhl gehört zu den sonnenreichsten Zonen in Deutschland. Die 15.818 Hektar Rebfläche verteilen sich längs des Rheines auf fünf Bereiche von der Badischen Bergstraße bis zum Markgräflerland. Die Böden sind entsprechend der großen Ausdehnung des Gebietes vielfältig, aber häufig vulkanischen Ursprungs wie beispielsweise am Kaiserstuhl. Dort sind viele Weinberge in Terrassen angelegt. Auch in den Seitentälern des Schwarzwaldes werden die Reben meist auf Hang- und Steillagen angebaut. Weiß- und Rotweine halten sich etwa die Waage (Weißweinanteil 58,2 Prozent). Angebaut werden überwiegend Burgundersorten, für die das sonnenreiche Klima besonders günstig ist. Grau- und Weißburgunder stehen bei den Weißweinen nach dem Müller-Thurgau an vorderster Stelle. Auch Riesling wird angebaut, der auch als Klingelberger bezeichnet werden kann. Er fällt oft duftig, leichtfüßig und harmonisch aus, die Säure ist gut eingebunden. Der frische, saftige Gutedel ist die typische Weißweinsorte im Markgräflerland. Im Kraichgau wird auch viel Auxerrois angebaut, der zur Burgunderfamilie gehört. Unter den Rotweinen spielt der Spätburgunder als meistangebaute Rebsorte Badens (Anteil 35 Prozent) die wichtigste Rolle. Er ist oft von leuchtend rubinroter Farbe, besitzt eine elegante, finessenreiche Struktur und weist die sortentypischen Kirsch- und Beerennoten auf. Spezialitäten sind der Rotling, der Badisch Rotgold genannt wird: ein hellrosa bis golden schimmernder Wein, der aus roten und weißen Trauben (z. B. Grau- und Spätburgunder) gekeltert wird. Eine weitere Besonderheit sind die Weine im badischen Taubertal und einigen Gemeinden bei Baden-Baden, die traditionell in der Bocksbeutelflasche angeboten werden.

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