Franken

Anbaugebiete 

Weine mit geschützter Herkunft

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört u.a., dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein. Was die Besonderheiten der Weine einer bestimmten Region sind, ist nachfolgend für jede Region kurz beschrieben. Die ausführlichen „Produktspezifikationen“ finden Sie hier

Wer also sicher sein möchte, einen deutschen Wein mit geschützter Herkunftsangabe zu erwerben, achtet beim Einkauf darauf, dass die Region auf der Flasche steht. Dies ersetzt gemeinsam mit der Angabe Qualitätswein oder einer anderen Prädikatsstufe die Bezeichnung „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)“ oder das entsprechende EU-Siegel auf dem Etikett. 


Franken

Der Main prägt Teile des 6.124 Hektar Rebfläche in Ober-, Mittel- und Unterfranken umfassenden Anbaugebietes, doch sind es vor allem subkontinentale Klimaeinflüsse (kalte Winter mit Frösten, wenig Niederschlag von nur 550 mm/Jahr) und die Böden (typisch: Keuper, Buntsandstein und Muschelkalk), die den Weinen ihren Charakter geben. 20 Prozent der Lagen sind Steil- und Terrassenlagen. Die Weißweine – mit 81,1 Prozent klar in der Überzahl – fallen mineralisch („erdig“), feinfruchtig und nuancenreich aus und können eine kräftige, dichte Struktur bei gut eingebundener Säure haben. So werden aus dem Silvaner, der nach dem Müller-Thurgau den größten Flächenanteil von fast einem Viertel der Rebfläche hat, in manchen Lagen tiefgründige, mächtige Gewächse gekeltert. Typisch ist der Ausbau sehr trockener Weißweine („fränkisch trocken“ mit einem Restzuckerhalt unter 4 g/l). Bacchus, Riesling und Scheurebe sind weitere markante weiße Rebsorten aus Franken. Die samtigen, harmonischen Rotweine erinnern an reife Beerenfrüchte und Gewürze und können auch im Barrique ausgebaut sein. Eine in Franken typische Rotweinsorte ist die Domina. Weit verbreitet ist die traditionelle Bocksbeutelflasche. 

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