Nahe

Anbaugebiete 

Weine mit geschützter Herkunft

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört u.a., dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein. Was die Besonderheiten der Weine einer bestimmten Region sind, ist nachfolgend für jede Region kurz beschrieben. Die ausführlichen „Produktspezifikationen“ finden Sie hier

Wer also sicher sein möchte, einen deutschen Wein mit geschützter Herkunftsangabe zu erwerben, achtet beim Einkauf darauf, dass die Region auf der Flasche steht. Dies ersetzt gemeinsam mit der Angabe Qualitätswein oder einer anderen Prädikatsstufe die Bezeichnung „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)“ oder das entsprechende EU-Siegel auf dem Etikett. 


Nahe

Dieses mittelgroße Anbaugebiet (Rebfläche 4.202 Hektar) zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Rebsorten und Böden aus. Zu 75 Prozent sind weiße Rebsorten im Anbau, vor allem Riesling (Anteil 28 Prozent, meistangebaute Sorte), Müller-Thurgau und Silvaner, aber auch Burgundersorten; wichtige Rotweinsorten sind Dornfelder und Spätburgunder. Die Rebflächen erstrecken sich ab Bingen naheaufwärts bis in die Täler der Nebenflüsse Alsenz und Glan. Daher kommen Böden vom Nordpfälzer Bergland, vom Nördlichen Oberrheintiefland sowie des Hunsrücks vor. Häufige Formation ist das Rotliegend, auch vulkanischen Ursprungs (Basalte), daneben gibt es Meeressedimente (Sandsteine, Tonschiefer, Quarzite) und amorphe Formationen (Grünschiefer). Je nach Bodentyp sind die Rieslinge mehr zitrus- und apfelfruchtig (Sandstein) oder von Pfirsich- und Aprikosennoten geprägt (Schiefer). Eine markante Fruchtsäure und würzige Noten sind vielfach charakteristisch. Die Rotweine sind fruchtbetont und warten mit Aromen von Brombeere, Cassis und Kirschen auf.

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