Pfalz

Anbaugebiete 

Weine mit geschützter Herkunft

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört u.a., dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein. Was die Besonderheiten der Weine einer bestimmten Region sind, ist nachfolgend für jede Region kurz beschrieben. Die ausführlichen „Produktspezifikationen“ finden Sie hier

Wer also sicher sein möchte, einen deutschen Wein mit geschützter Herkunftsangabe zu erwerben, achtet beim Einkauf darauf, dass die Region auf der Flasche steht. Dies ersetzt gemeinsam mit der Angabe Qualitätswein oder einer anderen Prädikatsstufe die Bezeichnung „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)“ oder das entsprechende EU-Siegel auf dem Etikett. 


Pfalz

Mit 23.592 Hektar Rebfläche steht die Pfalz größenmäßig an zweiter Stelle unter den deutschen Anbaugebieten. Die Weinberge erstrecken sich auf rund 100 Kilometer Länge entlang des Pfälzerwaldes („Haardt“) zwischen der französischen Grenze und dem Zellertal. Klimatisch zählt die Pfalz zu den wärmeren Regionen Deutschlands. Doch sind die Weißweine in der Überzahl (Anteil 62,9 Prozent), allen voran der Riesling. Die Pfalz verfügt über die größte Rieslinganbaufläche weltweit (5.779 Hektar = 24,6 Prozent Flächenanteil). Auch Müller-Thurgau, Grau- und Weißburgunder sowie Kerner werden in großem Umfange angebaut; der Gewürztraminer hat eine alte Tradition – ein über 400 Jahre alter Weinberg bei Rhodt steht noch heute im Ertrag. Unter den roten Sorten sind Dornfelder, Portugieser und Spätburgunder die meistangebauten. In jüngster Zeit haben auch internationale Sorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Merlot und Cabernet Sauvignon den Rebspiegel bereichert. Die Pfälzer Rieslinge zeichnen sich durch intensive fruchtige Noten aus (Pfirsich, Zitrus- und exotische Früchte) und habe oft eine herzhafte, kräftige Art. Die Rotweine sind vielfach von Beeren- und Kirschnoten geprägt (auch Holunder, Cassis, Tabak), haben eine gute Tanninstruktur und können im Barrique ausgebaut werden. Das Reifepotenzial ist hoch. Die Böden bestehen großenteils aus Löss und Lösslehm und fluvialen Schwemmformationen, auch Buntsandstein, Muschelkalk, Rotliegend, Granit und Schiefer kommen vereinzelt vor.

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