Rheingau

Anbaugebiete 

Weine mit geschützter Herkunft

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört u.a., dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein. Was die Besonderheiten der Weine einer bestimmten Region sind, ist nachfolgend für jede Region kurz beschrieben. Die ausführlichen „Produktspezifikationen“ finden Sie hier

Wer also sicher sein möchte, einen deutschen Wein mit geschützter Herkunftsangabe zu erwerben, achtet beim Einkauf darauf, dass die Region auf der Flasche steht. Dies ersetzt gemeinsam mit der Angabe Qualitätswein oder einer anderen Prädikatsstufe die Bezeichnung „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)“ oder das entsprechende EU-Siegel auf dem Etikett. 


Rheingau

Der Rheingau erstreckt sich auf 3.167 Hektar von 12 Städten und Gemeinden am Main (Flörsheim und Hochheim) und am nördlichen Rheinufer von Wicker bis Lorchhausen und liegt ziemlich exakt auf dem 50 Breitengrad. Er ist eine der traditionsreichsten deutschen Weinlandschaften. Weinkategorien wie Spätlese und Kabinett verdanken ihren Namen den Mönchen, die seit dem Mittelalter im Rheingau tätig waren; einer der ältesten Rieslingweinberge ist der Johannisberg bei Geisenheim. Riesling und Spätburgunder nehmen zusammen 90 Prozent der Fläche ein; der Riesling ist mit einem Anteil von 78,6 Prozent die dominierende Sorte. Der Weißweinanteil liegt im Rheingau bei 85,1 Prozent. Durch den Verlauf des Rheines, der hier von Osten nach Westen fließt, haben die Hänge des Taunusgebirges eine optimale Ausrichtung (Süd bis Südwest). Der bewaldete Taunus hält kalte Winde ab. Die Böden bestehen aus Tonschiefer, vielfach aus Ton, Sand und Lösslehm, nur selten auch aus Kalkformationen. Hang- und Steillagen sind häufig, zum Beispiel bei Rüdesheim und Assmannshausen. Daher weisen die Rieslinge neben den sortentypischen Zitrus- und Pfirsichnoten häufig eine ausgeprägte Mineralität (Schiefer) auf. Zusammen mit der frischen Säure sind optimale Bedingungen für die Reifung gegeben, die oft interessante Tertiärnoten hervorbringt. Der Spätburgunder hat vor allem um Assmannshausen ein bedeutendes Vorkommen. Er ist kirschfruchtig, seidig und feingliedrig bei harmonischer Struktur.

weitere Informationen zum Anbaugebiet