Rheinhessen

Anbaugebiete 

Weine mit geschützter Herkunft

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört u.a., dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein. Was die Besonderheiten der Weine einer bestimmten Region sind, ist nachfolgend für jede Region kurz beschrieben. Die ausführlichen „Produktspezifikationen“ finden Sie hier

Wer also sicher sein möchte, einen deutschen Wein mit geschützter Herkunftsangabe zu erwerben, achtet beim Einkauf darauf, dass die Region auf der Flasche steht. Dies ersetzt gemeinsam mit der Angabe Qualitätswein oder einer anderen Prädikatsstufe die Bezeichnung „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)“ oder das entsprechende EU-Siegel auf dem Etikett. 


Rheinhessen

Das größte deutsche Anbaugebiet (26.563 Hektar) zeichnet sich durch eine große, ausgewogene Sortenvielfalt aus. Es gibt nicht eine dominierende Rebsorte. So sind unter den Weißen Riesling und Müller-Thurgau etwa zu gleichen Anteilen im Anbau (16,4 und 16,0 Prozent), bei den Rotweinsorten steht der Dornfelder an der Spitze (13,1 Prozent). Die anderen Sorten – hauptsächlich Silvaner, Grau- und Weißburgunder, Silvaner und Kerner sowie Spätburgunder und Portugieser – verteilen sich auf Anteile zwischen 3 und 9 Prozent. Die Weißweine überwiegen den Sortenspiegel mit 69,2 Prozent. Sie sind sortentypisch, fruchtig und harmonisch strukturiert. Der Silvaner belegt in Rheinhessen die von allen Anbaugebieten größte Fläche (2.349 Hektar); er ist daher ein typischer Rheinhessenwein. Der Spätburgunder wird besonders im Raum Ingelheim angebaut. Er ist traditionell hellfarben und zartfruchtig mit Noten von Sauerkirsch und Schwarzkirsche und moderaten Tanninen. Die Rieslinge insbesondere von der Rheinterrasse bei Nierstein zeichnen sich durch einen seltenen Bodentyp aus, dem Rotliegend. Sie sind fruchtig, saftig und haben dank ihrer lebendigen Säurefrische ein gutes Reifepotenzial. Auch im hügeligen Hinterland gibt es sehr gute Böden, etwa bei Westhofen und Flörsheim-Dalsheim. Die Böden sind oft kalk- und mergelhaltig oder bestehen aus Sedimenten (Löss, Lösslehm, Sand). Vereinzelt gibt es Schiefervorkommen (Bingen). Meist werden Hanglagen bewirtschaftet, nur bei Nierstein und Bingen gibt es auch Steillagen.

weitere Informationen zum Anbaugebiet