Sachsen

Anbaugebiete 

Weine mit geschützter Herkunft

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört u.a., dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein. Was die Besonderheiten der Weine einer bestimmten Region sind, ist nachfolgend für jede Region kurz beschrieben. Die ausführlichen „Produktspezifikationen“ finden Sie hier

Wer also sicher sein möchte, einen deutschen Wein mit geschützter Herkunftsangabe zu erwerben, achtet beim Einkauf darauf, dass die Region auf der Flasche steht. Dies ersetzt gemeinsam mit der Angabe Qualitätswein oder einer anderen Prädikatsstufe die Bezeichnung „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)“ oder das entsprechende EU-Siegel auf dem Etikett. 


Sachsen

Die nordöstlichste geschützte Ursprungsbezeichnung ist das Anbaugebiet Sachsen. Zu den 502 Hektar Rebflächen gehören auch „Splitterflächen“ in den angrenzenden Bundesländern Thüringen und Brandenburg, der Großteil der Weinberge liegt an den nach Süden ausgerichteten Hängen am Ufer der Elbe und ihrer Nebenflüsse. Dort bestehen die Böden aus Sandstein und Löss. Es herrscht ein kontinentales Klima mit kühlen Nächten und kalten Wintern, aber vielen Sonnentagen im Sommer und Herbst. Der Weißwein steht mit 81,1 Prozent Anteil im Vordergrund, hauptsächlich werden Müller-Thurgau, Riesling, Weiß- und Grauburgunder angebaut, deren Anteile zwischen 9,4 und 14,0 Prozent liegen – eine ausgewogene Verteilung. Eine sächsische Spezialität ist die Sorte Goldriesling; eine ursprünglich aus dem Elsass stammende Kreuzung zwischen Riesling und Früher Malingre. Die Schaumweine werden oft in einer besonders geformten Flasche, der „Sachsenkeule“, angeboten. Der Rotling trägt nur in Sachsen die Bezeichnung Schieler und wird aus gemeinsam verarbeiteten roten und weißen Trauben gewonnen.

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