Weine mit Herkunft

Das EU-System der geschützten Herkunftsbezeichnungen

Europa zeichnet sich durch viele regionale Spezialitäten und Erzeugnisse aus, die durch ihre spezifische Herkunft oder bestimmte Produktionsverfahren einzigartig sind und in ihrer Vielfalt erhalten werden sollen. Nur so wird das kulturelle und gastronomische Erbe Europas lebendig gehalten. Gleichzeitig gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit der oftmals kleinbäuerlich strukturierten europäischen Landwirtschaft im globalen Agrarhandel sicherzustellen und die ländlichen Räume Europas als attraktive Wirtschafts- und Lebensräume zu schützen. weiterlesen

Herkunftsangaben bei Lebensmitteln

Herkunftsbezeichnungen konnten in vielen europäischen Ländern auf nationaler Ebene lange Zeit nicht als Marke eingetragen werden. Durch den nicht vorhandenen markenrechtlichen Schutz wurden eine Reihe von Herkunftsbezeichnungen auch missbräuchlich bzw. für billige Imitate anderer Herkunft genutzt. Ein Beispiel hierfür ist die Produktion von Lübecker Marzipan, das mit dieser Auslobung bis zu Beginn der 1980er Jahre überwiegend südlich von Hannover produziert wurde. Im Gegensatz zum Original aus Lübeck wies dies aber einen viel geringeren Mandelanteil auf (der Zuckeranteil war dafür umso höher), wodurch es billiger produziert werden konnte. weiterlesen

Herkunftsangaben bei Wein

Schon vor der Einführung der EU-Gemeinschaftszeichen „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U)“ und „geschützte geografische Angabe (g.g.A.)“ hatten die meisten weinerzeugenden Länder Europas Regelungen für die Bezeichnung der Herkünfte. Denn Wein war schon immer eng mit seiner geografischen Herkunft verbunden. Bereits die Griechen und Römer wusste, wo besonders guter Wein gedeiht, und machten die Herkünfte etwa auf Amphoren kenntlich. weiterlesen