Mosel

Anbaugebiete 

Weine mit geschützter Herkunft

Deutschland verfügt über 13 Weinanbaugebiete, in denen Qualitätswein erzeugt wird. Die Namen dieser Weinanbaugebiete sind von der Europäischen Union als geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.) anerkannt. Das heißt, dass Weine, die den Namen der Region tragen, nicht nur zu 100 Prozent aus der Region stammen, sondern auch bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Dazu gehört u.a., dass jeder dieser Weine eine Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestehen muss, was in einer Amtlichen Prüfnummer (AP-Nummer) auf jeder Flasche dokumentiert wird. Zudem muss die Qualitätsstufe auf dem Etikett mit angegeben sein. Was die Besonderheiten der Weine einer bestimmten Region sind, ist nachfolgend für jede Region kurz beschrieben. Die ausführlichen „Produktspezifikationen“ finden Sie hier

Wer also sicher sein möchte, einen deutschen Wein mit geschützter Herkunftsangabe zu erwerben, achtet beim Einkauf darauf, dass die Region auf der Flasche steht. Dies ersetzt gemeinsam mit der Angabe Qualitätswein oder einer anderen Prädikatsstufe die Bezeichnung „geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.)“ oder das entsprechende EU-Siegel auf dem Etikett. 


Mosel

Die Mosel mit ihren Nebenflüssen Saar und Ruwer ist eines der größeren (8.792 Hektar) und international bekanntesten deutschen Anbaugebiete. Einige Gemeinden liegen im Bundesland Saarland. Die Weinbautradition an der Mosel reicht bis zu den Römern zurück. Der Steillagenanbau vor allem an der Mittelmosel prägt vielfach der Landschaftsbild und wirkt sich auch auf den typischen Charakter der Moselweine aus. Zwei Bodentypen sind charakteristisch: An der Obermosel bis zur Trierer Talweitung herrschen Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper aus dem Mesozoikum vor, an der Mittel- und Untermosel (Schweich bis Koblenz) sind es Devonschieferböden des Rheinischen Schiefergebirges. Diese verleihen vielen Mosel-Rieslingen ihren eigentümlichen mineralischen Charakter (Schiefernote). Überwiegend Weißweine werden gekeltert (Anteil 90,4 Prozent), die dominierende Sorte ist der Riesling (Anteil 61 Prozent oder 5.363 Hektar). Er ist elegant und finessenreich, weist mineralische und intensive sortentypische, pfirsich- und zitrusfruchtige Noten auf und verfügt über ein gutes Reifepotenzial bei oftmals vergleichsweise niedrigem Alkoholgehalt. Nicht selten wird sein Geschmack von einer fruchtigen Süße geprägt und abgerundet, auch edelsüße Weine mit intensiven Noten von eingelegten gelben Früchten und Honig kommen aufgrund des Klimas oft vor. Neben dem ebenfalls verbreiteten Müller-Thurgau ist der Elbling eine Besonderheit des Anbaugebiets (Anteil 5,8 Prozent); diese alte, aus der Römerzeit stammende Sorte wird fast nur noch an der Mosel angebaut und vielfach für sie Sekterzeugung genutzt.

weitere Informationen zum Anbaugebiet